
Mehrere Jahre „diente“ Franky, ein am ganzen Körper tätowierter und mit Piercings übersäter Mann, in der Fremdenlegion und tötete fast täglich Menschen. Darunter auch Acht-oder Neunjährige, die als Kindersoldaten für den Feind kämpften. Sein Gewissen war abgestumpft, seine Hoffnung zerstört.
Als er nach vielen Jahren nach Deutschland zurückkehrt, hat er keine offiziellen Papiere und muss feststellen, dass man ihn für Tot erklärt hat. Über zwei Jahre dauert es, bis er endlich wieder offiziell unter den Lebenden weilt. In dieser Zeit wird Franky mit dem Tot seines Bruders und seiner Mutter konfrontiert und von Alpträumen geplagt. Als psychisches Wrack sieht er für sich selbst kaum Zukunftsperspektiven. Irgendetwas hindert ihn daran, im Leben anzukommen - dem Leben, mit dem er sprichwörtlich auf Kriegsfuß steht.
Doch Jesus hat ihn nicht vergessen. Trotz starker Ablehnung des Christentums und der „frommen Szene“ fühlt sich Franky vom Glauben angezogen, als er einem Jesus Freak begegnet. Eine unerklärliche Kraft, die ihn fasziniert…
Auf 78 Seiten beschreibt der 47-jährige Franky Müller sein Leben, das bis zu seiner Bekehrung nur die rasante Talfahrt kannte. Ohne dass er weit ausholen müsste, berühren seine Geschichte und seine Begegnung mit Gott das Herz des Lesers. Man leidet mit ihm, kämpft mit ihm und lässt sich mit ihm befreien, als Franky endlich die Liebe Gottes erfährt. Franky Müller hat erlebt, wie Gott aus einem kaputten Leben etwas Neues werden lässt, etwas Lebendes, etwas Wunderschönes.
Tief beeindruckt lege ich schließlich das Buch zur Seite. „Töten war mein täglich Brot“ lässt eine tiefe Ehrfurcht vor der Größe und der Liebe Gottes in mir zurück. Eine eindrückliche Biographie.